Fußbeschwerden:

Plattfuß

Er zeichnet sich durch ein abgeflachtes Längsgewölbe und Quergewölbe aus, welches auch im unbelasteten Zustand so bestehen bleibt. Auch von Laien ist diese Fußfehlstellung leicht am Fußabdruck, bei dem die gesamte Fußfläche abgebildet ist, zu erkennen. Es gibt den angeborenen und den erworbenen Plattfuß. Der erworbene ist eine Folge des überlasteten Halteapparates des Fußes, häufig durch lang anhaltendes Stehen auf hartem Untergrund oder dauerhaftes Sitzen. Bindegewebsschwäche, Gelenkentzündungen, Übergewicht oder schlechtes Schuhwerk begünstigen ebenfalls die Entstehung des Plattfußes.

 

Beim Platt- wie auch bereits beim Senkfuß besteht die Gefahr, dass sich die Sehnenplatte der Fußsohle durch dauerhafte Überbeanspruchung entzündet und dadurch Fersenschmerzen am Ansatz der Sehnenplatte auftreten. Während sich der Plattfuß entwickelt, haben die Menschen nach stärkerer Belastung oftmals Schmerzen. Ist er erst komplett ausgebildet, nehmen die Schmerzen wieder ab oder verschwinden ganz.

 

Der angeborene Plattfuß ist eher selten und tritt sehr oft in Kombination mit weiteren Fußfehlbildungen auf. Da bestimmte Fußwurzelknochen

 

 

 

hierbei eine falsche Position haben, fehlt dem Fuß nicht nur die Längswölbung, sondern die Sohle ist sogar nach unten ausgewölbt. Da die Geh Entwicklung und Mobilität bei vielen Kindern gestört ist, wird eine Therapie, beginnend oftmals schon im Babyalter, empfohlen.

 

 

Weitere Fehlstellungen auf einen Blick

 

Knickfuß

Beim Knickfuß ist der innere Fußrand abgesenkt und der äußere angehoben. Es handelt sich hier um eine Schwäche der Fußmuskulatur, die normalerweise das Fußgewölbe trägt. Diese Schwäche ist bei Kleinkindern normal und reguliert sich bis zum sechsten oder siebenten Lebensjahr; andernfalls wird von einer Fußfehlstellung gesprochen. Der Knickfuß wird anfangs kaum beachtet, bis seine Langzeitfolgen, wie oftmals Senk-, Platt - oder Spreizfüße, auftreten.

 

Senkfuß

Bei einem Senkfuß sinkt das natürliche Längsgewölbe nach unten   ab. Normalerweise ist das Fußgewölbe ein bis zwei Fingerbreit hoch. Es handelt sich hier um eine abgeschwächte Form des Plattfußes; die Übergänge sind fließend. Die Fußmuskulatur ist bei einem Senkfuß zu schwach, um die Fußgewölbe zu stabilisieren. Viel barfuß gehen, Fußgymnastik und gute Schuhe wirken dem entgegen.

 

Spreizfuß

Bei einem Spreizfuß weichen die Mittelfußknochen  auseinander,  das vordere Quergewölbe wird abgeflacht und die mittleren Zehengrundgelenke werden dadurch überlastet. Der Vorfuß ist verbreitert und es bildet sich häufig Hornhaut an der Unterseite.

Als Auslöser dieser Fehlstellung gilt ein schwaches Bindegewebe, Übergewicht und vor allem hohe Absatzschuhe – diese verstärken das Gewicht auf den Vorderfußballen bis auf das Fünffache des normalen Gewichtes. Auch Überbelastung durch langes Stehen und Sport in unpassenden Schuhen begünstigen den Spreizfuß.

 

Hohlfuß

Der Hohlfuß ist quasi das Gegenteil vom Plattfuß. Der klassische Fußabdruck verschmälert sich, bis er dann zweigeteilt aussieht, weil die Mitte keinen Bodenkontakt mehr hat. Der Fuß wird unbeweglich, das Fußlängsgewölbe ist überhöht, steif und starr, es können Schmerzen und Schwielen auftreten. Die Zehen sind auf Dauer gekrümmt und versteift.

 

Das Körpergewicht lastet größtenteils auf Ferse und Vorfuß,  was zwar die Beweglichkeit des Fußes erhält, aber nicht seine Elastizität. Dadurch kann es zu einer Überlastung der Bänder im Bereich des Sprunggelenks und damit zu häufigem Umknicken kommen.

 

Ist bei der Hohlfußstellung die Ferse nach außen weggeknickt, spricht man vom „echten Hohlfuß”, ist sie nach innen geknickt vom „Pseudo - Hohlfuß“. Die Fehlstellung kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens, beispielsweise durch neurologische Erkrankungen, entstehen.

 

Hammer- und Krallenzehen

Der Hammerzeh ist eine gebeugte Stellung in den Zehen. Dabei krallen sich die Zehen aufgrund einer Sehnenverkürzung. Die Ursache ist ein abgesunkenes Quergewölbe; dadurch wird der Druck auf die im Gewölbe laufenden Sehnen erhöht und diese verkürzen sich.

 

 

 

 

 

Hallux rigidus

Hallux rigidus ist der medizinische Fachausdruck für eine Versteifung des Grundgelenks am großen Zeh. Diese Versteifung wird meist durch eine arthritische Abnutzung, nicht korrigierte Fehlstellungen (z. B. Hallux valgus), falsche Schuhe oder durch Sportarten verursacht, die mit einer höheren Belastung einhergehen. Bei diesem Prozess wird der Gelenkknorpel zerstört und es bilden sich knöcherne Anbauten an den Gelenkflächen, die das Abrollen beim Gehen erschweren und große Schmerzen auslösen können.

 

Schneiderballen

Der Schneiderballen ist eine Fehlstellung des kleinen Zehs, ähnlich dem Hallux valgus am Großzeh. Oft ist er die Folge eines unbehandelten Spreizfußes, wenn der Fußaußenrand immer höherem Druck ausgesetzt wird. Beschleunigt wird die Entwicklung durch das Tragen hoher Schuhe. Der Name dieser Fußfehlstellung stammt daher, dass viele Schneider durch das lang anhaltende Sitzen im Schneidersitz häufig mit diesem Problem zu tun hatten. Oftmals tritt der Schneiderballen auch in Verbindung mit rheumatischen Erkrankungen auf.

 

Haglundferse/proximaler Fersensporn

Die Haglundferse ist eine Verdickung an der oberen Ferse in Form einer knöchernen Vorwölbung. Eine Entzündung des Schleimbeutels, der die Achillessehne schützt, führt zu einem Scheuern der Sehne   am Fersenbein. Die Haglundferse kommt auch häufig verbunden mit einer Hohlfußstellung vor. Sie ist oft bei Läufern und bei Benutzung von falschen, weil im Fersenbereich zu festen Schuhen zu finden.

 

Morton-Neuralgie / Neurome

Die Morton-Krankheit ist eine Ursache für Vorfuß-Schmerzen, welche durch Nerven verursacht werden, die in der Unterseite des Fußes verlaufen. Häufig sind Ausstrahlungen in die Zehen, verbunden mit einem Taubheits - oder Einschlafgefühl sowie entlang des Fußristes. Manche Patienten beschreiben auch Fremdkörpergefühle wie

„Reiskörner“ oder eine Sockenfalte unter der Fußsohle. Oft treten die Schmerzen in engen Schuhen unter Belastung auf.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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